tohuwabohu
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Gestern Abend gegen halb zwölf lag ich im Bett und las in meinem Buch. Auf einmal nahm ich im Augenwinkel eine Bewegung war: Eine Spinne, nein eine riesengroße Monsterspinne krabbelte am Boden an meinem Bett vorbei.
Ich hab eine Spinnenphobie. Weberknechte oder so dünne Spinnen mit einem winzig kleinen Körper und langen dünnen Beinen machen mir nichts, gar nichts. Die kann ich mit der bloßen Hand nehmen und wegtragen.
Sobald der Körper etwas kompakter und die Beine kürzer und dicker sind, ist es vorbei mit meiner Beherrschung. Die Spinne gestern war ein Prachtexemplar: der Körper mindestens so groß wie ein 10 Cent Stück und dann noch dazu die dicken Beine.
Kapitän Hook ist auf der Radltour, Prinzessin war bei Freunden, nur Schnecke war da. In meiner Verzweiflung rief ich sie und sagte, sie soll ganz schnell kommen und ein großes Glas mit Papier mitbringen. Das ist bei uns die übliche Art, eine Spinne zu entfernen. Ich mach das aber nie, auch Schnecke nicht. Auch ihr graust vor Spinnen, ich weiß aber nicht genau wie sehr.
Wir lagen dann auf dem Bett und haben darüber diskutiert, wer das Glas über das Monster stülpt, wer das Blatt darunter schiebt, wer das ganze dann zwei Stockwerke nach unten trägt und ins Freie schmeisst.
Ich konnte nicht, sie konnte/wollte nicht.
Unsere Nachbarn waren schon schlafen gegangen.
Meine Freundin wollte ich um mittlerweile dreiviertel zwölf auch nicht mehr anrufen. (Sie wohnt auch einige Strassen weiter)
Schneckes Idee, den Italiener von der Pizzaria nebenan zu fragen, fand ich nicht so gut (Ich hatte einen Schlafanzug mit Bärchen an, und das Monster war ja im Schlafzimmer...)
In meiner Not rief ich Prinzessin an, ob sie oder einer ihrer Freunde mich retten könnte. Nein, sie wollte so früh nicht heim, ihre Freunde haben sich köstlich amüsiert...
Mittlerweile bot mir Schnecke an, für 50 € oder dafür, dass sie abends so lange wegbleiben darf wie sie möchte, würde sie die Spinne entfernen.
Ich war tapfer und habe nein gesagt. (Bei 10 € wäre ich schwach geworden)
Staubsauger, Haarspray schieden aus, wir sind tierlieb und wollten der Spinne kein Haar oder Bein krümmen.
Mittlerweile war es zwölf. Dann war ich soooo tapfer!!!
Ich habe die größte undurchsichtige Plastikschüssel geholt, die ich hatte und einen riesigen Karton. Auf dem Bett liegend habe ich dann die Schüssel schnell über das Monster gestülpt und den Karton unter die Schüssel geschoben. Jetzt war die Spinne nicht mehr zu sehen und ich konnte den Karton am Rand hochheben und musste nicht unter die Spinne greifen. So schlich ich mich dann in Zeitlupe die Treppen hinunter, Schnecke hatte schon die Haustüren geöffnet und ich stellte alles im Garten ab. Nach kurzen Verhandlungen war Schnecke dann bereit die Schüssel auszuheben und sich zu vergewissern, ob das Tier auch noch darunter war - es war!!!
Ich konnte dann natürlich vor Aufregung lange nicht einschlafen, aber ein bisschen stolz bin ich schon auf mich ;-)
24.8.06 09:26
 


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